Betriebssystem: Asus-UI

Auch Asus ist mittlerweile in den Smartphone- und Tabletmarkt eingestiegen und bietet dort zahlreiche ausgereifte Produkte an. Wie es sich für einen Hersteller mit einem weltweit bekannten Namen gehört, statten auch die Taiwanesen von Asus ihre Geräte mit einer teilweise eigenen Benutzeroberfläche aus. Diese soll mit einigen Optimierungen und Veränderungen die Arbeit mit den mobilen Endgeräten vereinfachen.

Wenige und zurückhaltende Unterschiede

Bislang setzt Asus nur auf Android als Betriebssystem für Handys und Smartphones. Auf einen blumigen Namen wie einige Konkurrenten – TouchWiz, BlinkFeed oder ähnliche Wortschöpfungen springen den Lesern an dieser Stelle vielleicht in den Kopf – verzichtet das Unternehmen dabei und verlässt sich einfach auf den Namen Asus-UI. Ebenso halten sich die Änderungen selbst in Grenzen, denn großflächige Überarbeitungen hat Asus nicht an der normalen Oberfläche von Android vorgenommen.

Details der Asus-UI für Smartphones

Als Beispiel kann an dieser Stelle etwa das Smartphone dienen, das in der Gerätekombination des Padfone 2 ausgeliefert wird. Dort bemerkt der Nutzer zunächst auch gar nichts von der Asus-UI, denn erst beim genaueren Hinsehen werden die glücklicherweise sinnvollen Überarbeitungen deutlich. So kommen alle Anwender in den Genuss einer zusätzlichen App-Übersicht, was gerade bei zahlreichen installierten Kleinstprogrammen sehr hilfreich sein kann, um bestimmte Apps schnell finden zu können.

Auch die bekannte Drop-Down-Leiste ist mit einer Funktion für einen Schnellzugriff überarbeitet worden, so dass das endlose Scrollen nun entfällt. Ein weiteres Untermenü mit zusätzlichen Einstellungen verbirgt sich hingegen hinter den Asus-Settings.

Hier können den bekannten Tasten, die unter jedem Display auf jedem Android-Handy zu finden sind, auf einfache Art und Weise andere Funktionen zugewiesen werden. Der Nutzer hat dabei die Auswahl zwischen zwei vordefinierten Aktionen für jede der drei Tasten. Beispielsweise kann die rechte Taste entweder mit den kürzlich genutzten Apps oder auch dem bekannten Kontextmenü belegt werden. Gerade Anwender, die gerne jeden kleinen Aspekt ihres Smartphones unter ihre Kontrolle bringen möchten, profitieren also von der Asus-UI. Darüber hinaus gibt es weitere Anpassungen, welche jedoch nur dann genutzt werden können, wenn das Gerät zusammen mit einem Tablet genutzt wird. Normalerweise wird der der Nutzer davon also nichts mitbekommen, wenn er nicht gerade wirklich zufällig ein Padfone 2 von Asus in den Händen hält.

Durchdacht und performanceorientiert

Da sich die zusätzlichen Features wie gesagt doch eher in Grenzen halten, sind auch keine negativen Auswirkungen auf die Performance des gewählten Smartphones zu erwarten. Optisch anspruchsvolle oder rechnerisch intensive Berechnungen werden nicht durchgeführt, so dass jeder Anwender ohne Bedenken bei den Handys von Asus zugreifen kann.

Übrigens kann dieser Punkt natürlich auch gerne als Vorteil gesehen werden. Nur wenige Anwender sind nämlich über die diversen Änderungen von HTC oder Samsung beispielsweise erfreut, denn deren Oberflächen – HTC Sense beziehungsweise TouchWiz – greifen doch sehr tief in das eigentliche Android ein und überfluten gerade anspruchsvolle Anwender mit Apps und Einstellungen, die sie in den meisten Fällen gar nicht brauchen. Ein Überschreiben des Speichers im Smartphone mit einem "sauberen" Android löscht jedoch die Garantie aus, so dass dieser Eingriff ebenfalls nicht ohne Bedenken durchzuführen ist. Asus wählt also den eleganten Weg und belastet den Nutzer nur mit wenigen Zusatzmerkmalen.