TouchWiz von Samsung Teil 2

- Vor- und Nachteile von TouchWiz

- Probleme und Deinstallation von TouchWiz

- TouchWiz Versionen

- Sinvolle Änderungen oder Ballast?

Sinvolle Änderungen oder Ballast?

Android kann nach Lust und Laune von den Entwicklern modifiziert werden – und genau das macht beispielsweise Samsung mit ihrer eigenen Benutzeroberfläche TouchWiz. Der Aufsatz für das Betriebssystem kommt bei teureren Smartphones und auch Tablets des südkoreanischen Unternehmens zum Einsatz und soll dem Anwender zahlreiche Vorteile gegenüber Android im Reinzustand bescheren.

Vor- und Nachteile von TouchWiz

Unter der Haube basiert TouchWiz natürlich noch immer auf Android, so dass die Änderungen nicht allzu radikal ausfallen können. Die Vorteile sind daher eher im Detail zu finden: So können beispielsweise häufig genutzte Apps direkt auf dem Sperrbildschirm platziert werden, so dass das Smartphone nicht erst entriegelt werden muss. Auch dem anschließenden Homescreen gibt es 3D-Animationen zu bewundern (welche natürlich auch abgestellt werden können), außerdem lassen sich alle Widgets oder Links zu Favoriten sowie Ordnern auch durch sieben verschiedene Ansichten anzeigen. Weitere Pluspunkte sind unter anderem eine separate Regulierung von WLAN-, GPS- und Bluetooth-Verbindungen oder auch eine alphabetische Sortierung von Apps und Ordnern. Der Nachteil von TouchWiz besteht somit im Grunde genommen eigentlich nur im Vorhandensein der Oberfläche selbst: Wer all diese Änderungen gar nicht haben möchte, sondern stattdessen auf ein Android im Auslieferungszustand vertrauen will, muss erst eine umständliche Deinstallation von TouchWiz vornehmen.

TouchWiz Versionen

Natürlich entwickelt sich auch TouchWiz weiter. Die neueste Version kommt seit dem Galaxy S3 zum Einsatz und hört intern auf den Namen Nature UX. Die Oberfläche wurde dabei so überarbeitet, dass beispielsweise ohne Verzögerung zwischen zwei Homescreens gewechselt werden kann. Weiterhin wurde etwa die hauseigene Sprachsteuerung namens S Voice in TouchWiz integriert, die gegen Apples Siri antreten soll. Auch das Schwenken und Neigen von Bildern etwa, was durch den Beschleunigungsmesser und das Gyroskop im Inneren moderner Smartphones ermöglicht wird, wurde erst durch die letzten Updates in TouchWiz eingebaut.

Probleme und die eventuelle Deinstallation

Echte Schwierigkeiten gibt es höchstens beim Update auf neue Android-Versionen, denn durch die Nutzung einer eigenen Oberfläche muss diese natürlich erst von Samsung auf den neuesten Stand gebracht werden. Nutzer von Smartphones mit reinen Android-Oberflächen, wie es etwa beim Nexus 4 oder auch dem RAZR HD von Motorola der Fall ist, kommen schneller in den Genuss von Updates. TouchWiz-Nutzer müssen meist Monate warten.

Wer keine Lust auf TouchWiz hat, kann die Oberfläche mit Apps wie Home Manager deaktivieren. Eine echte Deinstallation ist jedoch nicht möglich – es sei denn, der Nutzer überschreibt den ROM-Inhalt des Smartphones. Dieser Prozess wird auch als Rooten bezeichnet und ist gerade für Anfänger nicht zu empfehlen, da die Garantie dann erlischt.

touchwiz

TouchWiz Benutzeroberfläche

Fazit: TouchWiz oder nicht? Im Prinzip sind alle Änderungen durchaus sinnvoll, doch Puristen werden die vielen zusätzlichen Apps und Funktionen eher abschrecken. Ein vorheriges Ausprobieren kann daher nicht schaden, denn eine Deinstallation ist wie gesagt nicht mal eben so zwischen Tür und Angel durchführbar.